Bei einer Infektion mit einem multiresistenten Bakterium kann die Behandlung mit einem Phagen die letzte Option sein. Doch die Besonderheiten der Therapie und rechtliche Anforderungen stellen Behandler und Hersteller vor Herausforderungen. Aktuell sind eine S2k-Leitlinie und praktische Handlungsempfehlungen der ADKA zum Umgang mit Phagen in Arbeit.

Bakteriophagen sind Viren, die gezielt und wirtsspezifisch Bakterien angreifen. »Sie sind eine sehr heterogene Gruppe und daher nicht einheitlich auf EU-Ebene zugelassen«, verdeutlichte Privatdozentin Dr. Silvia Würstle vom Universitätsklinikum Frankfurt am Main, in einem Seminar beim ADKA-Kongress, der aktuell in Düsseldorf stattfindet. Phagen seien hochspezifisch: »Man müsste Tausende im Schrank haben, um darauf vorbereitet zu sein, jeden Patienten spezifisch behandeln zu können«, verdeutlichte sie. Hier weiterlesen…