Kardiovaskuläre Ereignisse zu verhindern, ist das Ziel jeder gerinnungshemmenden Therapie. Wichtig ist dabei aber auch, das Blutungsrisiko der Patienten im Blick zu haben. Aus diesem Grund sind die Empfehlungen mittlerweile zurückhaltender geworden.
Wie sich die Sicht auf die gerinnungshemmende Therapie gewandelt hat, zeigt der Stellenwert der niedrig dosierten Acetylsalicylsäure (ASS) in der Primärprävention eindrücklich. Früher wurde die Einnahme sehr großzügig empfohlen – zu großzügig nach heutiger Einschätzung. Denn als Thrombozytenaggregationshemmer kann ASS zwar kardiovaskuläre Ereignisse verhindern, aber um den Preis eines erhöhten Blutungsrisikos insbesondere bei älteren Menschen. »Jahrzehntelang hat man nur auf die kardiovaskulären Ereignisse gestarrt und das Blutungsrisiko vernachlässigt«, veranschaulichte Professor Dr. Edelgard Lindhoff-Last vom Cardioangiologischen Zentrum Bethanien, Studienzentrum Frankfurt am Main, beim Fortbildungskongress Pharmacon in Schladming. Hier weiterlesen…