Frauen sind Angsthasen, Männer sind Angeber: Solche Klischees helfen in der geschlechtersensiblen Medizin kein Stück weiter, denn jeder Mensch ist bekanntlich einzigartig. Dennoch haben das biologische und das soziokulturelle Geschlecht – Sex und Gender – einen großen Einfluss auf Erkrankungswahrscheinlichkeiten. Besonders in der Psychiatrie.
Geschlechtsspezifische Unterschiede zwischen Mädchen und Jungen, Frauen und Männern wurden in der Medizin lange weitgehend ignoriert und finden erst in letzter Zeit zunehmend Beachtung. Ein Fachgebiet, in dem der Gender Gap unübersehbar ist, ist die Psychiatrie. Wie und warum man bei psychischen Erkrankungen Sex und Gender der Patienten stets mitdenken sollte, führten Professor Dr. Sibylle Roll und Professor Dr. Martina Hahn beim Pharmacon in Meran aus. Hier weiterlesen…